Elvis the King – 3000 miles to Graceland…

By cheeses

Samstag vor 2 Wochen war es mal wieder soweit – Besuch stand vor der Tür. Doch nicht irgendwer, nein, Elvis äh Matthias mein Bruder (Bro) gab sich die Ehre. Die Freude war groß, das Wiedersehen am JFK unbeschreiblich. Die ersten beiden Tage kurierte der Kleine nicht nur seinen Jet-Lag aus, sondern bekam auch das schöne Long Island von mir gezeigt. Als wir schließlich Montag nachmittag bei Sonnenschein an meinem Lieblingsstrand standen – und uns langsam die Ohren abfroren – wurde uns langsam klar dass es auch auf Inseln im Atlantik kalt werden kann. Wer hätte das gedacht. Eine Lösung musste her. Während wir also um eine brennende Mülltonnne standen kam uns die geistreiche Idee: „Ey, die USA gehen doch noch viel weiter nach Süden, oda? Lass uns doch da mal hinfahren.“

Washington – die Hauptstadt. Wieder mal. Als ob es nicht gereicht hätte mit Kollege Meier die ganze Stadt abzuklappern. Ich wiederholte also die Tour, routiniert inzwischen. Damit wir nicht so lange brauchten (wie mit dem fränkischen Kollegen) erledigten wir die ganze Sache recht amierkanisch aus dem Auto aus. „Kuck Matthias, das ist das Washington Monument. Hast du’s gesehen? Ja? Gut, die Ampel hat eh schon wieder auf grün geschaltet.“ Außerdem wars auch hier noch zu kalt, wenn auch schon bedeutend wärmer als in Neu-England.

Daytona Beach – bereits in Florida. Nachdem wir einen Tag praktisch auf der Interstate 95 verbrachten, erreichten wir endlich den ersehnten Sonnenstaat. Die Temperatur inzwischen angenehm, schnappten wir uns erst mal das rote Auto (Ford) und zogen die rote Jacke (Dodge) an. Passte nicht richtig zusammen, hat aber trotzdem eine Menge Spass gemacht direkt am Strand und der Vorlage vieler Computerspiele zu cruisen. Doch auch das erfüllte uns nur für wenige Stunden und außerdem hat man am Strand ja sowieso immer so einen Fischgeruch in der Nase. Also wechselten wir die Location.

Orlando – Sea World war angesagt. Primärziel meines Bruders. Da sprangen sie also rum, Flipper 2000 und Free Willy, äh, pardon, Shamu der Wal. Es sei gesagt dieser Freizeitpark lebt vor allem – von den Viechern mal abgesehen – von der Show. Die Tiere sind gut dressiert und führen ihre Kunststückchen besser als die Trainer vor. Nach jeder Runde gibts etwas Fisch zum Naschen, danch wird weiter gesprungen, getaucht, gestrudelt oder Wasser ins Publikum gespritzt (meine Lieblingsattraktion übrigens). Bevor der große in schwarz-weiss schließlich seinen Auftritt hatte gabs vom Trainerstab noch eine 5 minütige Rede über die Helden Amerikas die sich gerade im Irak oder sonstwo maximal die Postkarten von Sea World ankucken können. Nachdem wir auch noch dem Becken mit den Seekühen – übrigens mal ein richtig krasses Tier – einen Besuch abgestattet haben verließen wir die Wasserwelt. Vom Hunger getrieben mussten wir ständig an Sushi denken.

Boca Raton – hier gabs zwar kein Sushi, aber die ersten Drinks und vor allem das heiß ersehnte Wiedersehen mit einigen USA Informanden. Rike, Otti, Marc in der Rolle des Gastgebers mit den Gebrüdern J teils wieder- bzw. erstmals vereint. Zudem leisteten uns auch noch ein paar „Neue“ (Informandenjahrgang 10/07) Gesellschaft. Nach einer geruhsamen Nacht in Marcs Wohnzimmer fühlten wir uns genügend gestärkt um den Einkaufsfeiertag der USA, den „Black Friday“, in der Shopping Mall live mitzuerleben. Generell bin ich kein Fan von Kaufhäusern und auch die eine Million Menschen die mit uns zusammen nach Parkplätzen suchte machte die Sache nicht entspannter. Völlig überraschend trafen wir die selbe eine Million Menschen im Einkaufszentrum wieder. Das mit den Rabatten hatte sich wohl rumgesprochen und wir stürzten uns tapfer ins Getümmel. Insgesamt brachte ich an diesem Tag $18 für ein T-Shirt in Umlauf. Mehr war bei dem von mir gefühlten Stresspegel nicht drin. Die Kollegen waren teils mehr, teils weniger erfolgreich. Insgesamt ein verrückter Einkaufsnachmittag. Abends gönnten wir uns dann ein bisschen Ruhe am Strand, nur 5 Minuten von Marcs Appartement entfernt – beneidenswert. Zu später – oder auch früher Stunde – lösten wir uns dann Wetterbedingt doch auf bzw. in Wasser. Recht früh am Folgetag gings weiter nach

Miami. Hier konnte Marc nicht zum ersten Mal seine Touri-Guide-Fähigkeiten unter Beweis stellen. Hier kommt schon wirklich karibisches Feeling auf. Straßenbands und tanzende Menschen nachmittags unterstreichen den Eindruck noch ein bisschen.

So, da ich mir gerade Pizza mit Spiegeleier gemacht habe bin ich nicht mehr so wirklich in Schreiblaune. Deshalb das wichtigste in Kürze – Miami ist so wie mans sich von Vice vorstellt. Durchgestylt und schrill, laut und verrucht. Vor dem Club standen viele Leute, drinnen dann die selbe Zahl Faktor X hochgerechnet. Wir haben getanzt, gelacht und gefeiert bis wir irgendwann Sehnsucht nach Strand und Meer hatten. Und dort verweilten wir bis zum Sonnenaufgang und sogar noch ein bisschen länger. Nach und nach mussten wir uns von Otti (früh morgens) und Rike (früh nachmittags) verabschieden und weiter gings.

Key West – der südlichste Punkt der USA liegt 90 Meilen von Kuba entfernt. Ins verbotene Land kann man dann nur noch per Boot übersetzen, war aber nicht nötig, ist auch so schön. „Über sieben Brücken musst du gehen“ und noch ein bisschen weiter um den letzten der „Keys“ zu erreichen. Schön waren aber alle. Auch hier einen Tag und eine Nacht verbracht. Am nächsten (Montag)morgen erst noch ein bisschen flaniert, danach Streit mit den Key-Westlern gesucht. Die Schuld lag bei mir, mein T-Shirt zu provokant äh spooky. Aber auch damit wurden wir fertig und setzten weiter nach

Tampa – eine echt langweilige Stadt. :)

Charlotte suchten wir schon kurz danach heim. Rike gaben wir immerhin noch eine Stunde Vorsprung um richtig ordnetlich einzukaufen und damit den Massstab für Silvester zu legen. Dann trifft nämlich Rike auf NY und umgekehrt – und damit auch auf meinen Kühlschrank – beides sicher ein Erlebnis der besonderen Art.

Nach Charlotte gaben wir dem Pferdchen eigentlich nur noch die Sporen. Passiert ist zum Glück nicht mehr viel, obwohl wir uns kurzzeitig im New Yorker Hafenviertel wiederfanden – und glaubt mir, es ist sicher kein gutes Zeichen wenn man in der größten Stadt der USA plözlich „alleine“ auf der Straße ist. Ist mir in der Form auch noch nicht passiert. Aber viele Wege führen nach Rom bzw. Bay Shore. Wir wählten den der direkt durch Manhattan läuft. Ein bisschen Nervenkitzel ist schon dabei wenn man nachts zum ersten Mal über den Times-Square flitzt und sich ärgert das Auto nicht Vollkasko versichert zu haben.

Grob zusammengefasst wars dass schon. Ich danke allen die mitgemacht oder beteiligt waren. Marc & Rike natürlich ganz besonders für die hervorragende Gastfreundschaft. Bilder natürlich bereits abgelegt. So, und jetzt muss ich mal probieren ob Spiegelei auf Tiefkühlpizza wirklich noch schmecken kann. Mahlzeit!

Eine Antwort zu „Elvis the King – 3000 miles to Graceland…“

  1. Meier sagt:

    sicherlich ein cooler trip…aber hey allein für washington braucht man doch normal ne woche LOL

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