Neulich, im Supermarkt…

November 16, 2007 von cheeses

King Kullen, 20 Uhr. Ein vom Angebot völlig desorientierter junger Knilch, äh, Kerl sucht Hilfe beim Verkaufspersonal.

K(erl): „Hey Vaddi, sach ma, wo habt denn ihr die Muffins?“
V(erkäufer): „Donuts?“
K: „Ne, Muffins!“
V: „Do-Nuts?“
K: „Ne, Mu-Ffins“
V: „Welche Muffins?“
K: „Na egal, hauptsache Muffins…“
V: „Ne, ist nicht egal, da gibts viele Verschiedene. Mit Banane-Nuss, Mais, Trauben, …“
K: „Naja, is mir egal. Irgendwelche von denen.“
V: „Das sind völlig verschiedene. Da kann man nicht irgendwelche nehmen, du musst mir schon einen Tipp geben.“
K: „Ehrlich, spielt keine Rolle, ich will nur irgendwelche Muffins.“
V: „Es spielt eine Rolle. Jede Sorte schmeckt anders. Völlig verschiedene Sachen!“
K – muss inzwischen aufs Klo: „… na dann halt Vanille-Muffins?“

V verrät endlich wo die Dinger sind. Natürlich ist Vanille, Schoko, Banane-Nuss, Trauben, Mais auf ein und demselben Haufen. Und jetzt ratet mal was es morgen beim großen Thanks-Giving Lunch von mir „selbstgemachtes“ gibt… :) 

Hello Darling!

November 5, 2007 von cheeses

Hab ichs schon erwähnt? Meine Heizung ist endlich repariert. Jetzt kann ich die Temperatur ganz bequem von „off“ (so kalt wie draußen), über „medium“ (ohne Veränderung) bis zu „high“ (Bundeswehr Storkow Stubentemperatur) anpassen. Juche, Hurra!

Außerdem hab ich diese Woche in der Post meinen ganz offiziellen US Führerschein gefunden. Doppel-Juche. Interessanterweise ist auch der Vermerk des „temporären Besuchers“ der noch auf meiner Lernerlaubnis zu finden war verschwunden. Heißt das jetzt ich darf länger dableiben? Haben mich die Amis in ihr Herz geschlossen? Finden die mich sympathisch oder ganz einfach witzig anzukucken? Wie auch immer, ich freu mich. Und damit ich die Freude mit euch teilen kann im Anhang ein Bild vom Führerschein. Das witzigste dabei ist das Bild, welches eine Dame die bestimmt schon auf die 90 zugeht, im „Department of Motor Vehicles“ aufgenommen hat. Ohne Vorwarnung natürlich. Ich war so frei und habs fürs Internet retuschiert.. hehe.. muß ja nicht alles zeigen… und wer sich an der Retusche stört – das Original wär aus meiner Sicht um einiges schlimmer *lol* ;)

Zu Halloween – ist vorbei. Ich hab extra 10 Tüten Schokolade gekauft. In Summe über 50 Dollar. Und geklopt haben ganze zwei Gespensterzwerge, die insgesamt 4 Kit-Kat migenommen haben. Boah… enttäuschend. Auch fand ich weder an meiner Tür, noch an meinem Auto Eigelb. Waren also alle zufrieden. Abends dann noch eine Halloween-Party mit einer äußerst ansprechenden Version der Village People… :)

New York Marathon wär heute gewesen. Wollte ja eigentlich mitlaufen – die ersten 4 Kilometer – aber hab natürlich den Meldeschluss irgendwann im August verpasst. Macht aber auch nix, hab mir so nur die sportliche Schmach gespart, und einen gemütlichen Sonntag mehr gehabt.

Ach ja, und die Winterzeit hat heute angefangen. Für eine Woche war ich mit Deutschland nur noch 5 Stunden auseinander – jetzt sinds wieder die gewohnten 6. Und pünktlich um viertel nach fünf wirds nun auch schon dunkel.

Juche, Hurra, na Wunderbar!

Halloween-Party NY_ID

Die Sache mit der ID…

Oktober 28, 2007 von cheeses

Happy Halloween! Komm grad direkt aus’m Club (ja, bin alleine.. *lol*) und dacht mir ich schreib noch ein paar Zeilen zu diesem außergewöhnlich, phänomenalem Ereignis. Naja, eigentlich is es halt wie Fasching bei uns. Aber die Kinder die Schoko sammeln und mein Auto danach mit Eiern beschmeissen kommen wohl erst am Mittwoch. Hab also noch ein bisschen Zeit.

Was ich eigentlich wollte war mal auf die Tatsache hinweisen, dass auf der New Yorker ID-Card (quasi der lokale Personalausweis) ein Barcode aufgedruckt ist. Und wann immer ich in eine Disco gehe, etwas Alkoholisches kaufe und bei Diversem wird dieser Barcode per Laser gescannt, abgetippt oder photographiert. Witzigerweise sogar bei alkoholfreiem Bier. Soviel zum Thema gläserner Mensch. Ich frage mich nur was die CIA damit will? Kontrollieren ob ich ein „normales“ Sozialverhalten habe und entsprechend oft weggehe? Persönlich glaube ich ja dass des mehr Richtung Marketing geht – quasi Untersuchung Kundenverhalten. Wer kauft was, wann, wo? Auf jeden Fall fühle ich mich doch so ein bisschen … mh, wie war das Wort… ja, genau… überwacht!

Nun ja, mein Wort zum Sonntag – gerade eben ist mir eingefallen dass ich das Prozedere mit der ID schon mal am Anfang gebracht habe… von daher gehts jetzt doch besser ins Bett… :) GN8!

„Man wird älter als ‘ne Kuh und lernt immer noch hinzu.“

Oktober 24, 2007 von cheeses

Fast jeder kennt das Sprichwort – aber wer weiß den eigentlich wie alt ne Kuh wird? Da ich ja einen gewissen Bildungsanspruch an diesen Blog lege bin ich der Frage mal auf den Grund gegangen. Bis 20 Jahre alt kann die domestizierte Hauskuh werden. Noch Fragen? Nein, gut, zurück zum Thema.

Darf vermelden dass die praktische Führerscheinprüfung heute mit Erfolg bestanden wurde. Echt ein witziges Spiel. Man vereinbart also einen Termin, bereits über einen Monat im Voraus. Man erscheint pünktlich und denkt „kann ja nich lange dauern, bin ja terminiert…“ und stellt dann völlig überrascht fest dass ungefähr 50 andere Prüflinge den selben Termin haben und clevererweise schon in Schlange aufgereiht sind. Es sei verziehen, eine Stunde brav in der Autokolonne angestanden, bereits die erste Aufmerksamkeit der Prüfer ergattert indem man ohne Aufforderung der Kolonne einfach nachfährt. Selbiges wird mit einem „Back up!“ umgehend geahndet. Denke des is auch eine Erklärung für mindestens die Hälfte meiner Fehlerpunkte (welche ich nicht nachvollziehen kann). Nach einem desaströsen Parallel-Parkmanöver (Prüfer: „Bitte hinter dem Fahrzeug einparken!“ Me: „Cool, steht ja nix dahinter, zieh ich einfach rüber.“ Prüfer sichtlich erregt: “PARALLEL PARKEN!!!“),weiteren 5 Fehlerpunkten und gefühlten 3 Minuten Prüfungszeit gings zurück auf den Parkplatz zur feierlichen Übergabe meines temporären Führerscheins. Man beachte den gelben Zettel. Die nette Prüferin, DMV (department of motor vehicles) typisch kurz angebunden fand leider keine Zeit mehr zum gratulieren. Was solls, zusammen mit meiner Arbeitskollegin, die mich freundlicherweise zum Testparcour gebracht hat (Pflicht lt. DMV), wurde anschließend noch bei Starbucks gefeiert.

Zum Thema Auto – habs seit letzter Woche endlich zurück. Dazu sei nur noch anzumerken dass wenn Frankie M sagt es wär fertig, heißt dass es muss lediglich noch die Hinterachse ausgetauscht werden. Ansonsten gute Arbeit, sieht tatsächlich besser aus als zuvor. Es wurden sogar Fehler korrigiert die nicht unfallverursacht waren.

 Was sonst noch? Gestern Mittag bescherte ein kleiner Stromausfall meinen Arbeitskollegen und mir zusätzliche Freizeit. Hab mich zum ersten Mal seit ich hier bin zum Laufen aufraffen können. Nett wie man sich das vorstellt am Strand. Aber hey – wenn man sich ein halbes Jahr lang nur amerikanisch bewegt, dann tut jeder Meter weh… Trotzdem, Mission erfüllt, Gewissen beruhigt. Auch mal am Strand gejoggt statt nur gelegen. Dass das Wetter immer noch toll ist beweise ich mit dem zweiten Bild dieses Eintrags.

So, mehr fällt mir eigentlich schon nicht mehr ein – außer natürlich der Anstoß des Titels. Weichspüler ist kein Ersatz für Waschmittel! Kurz darüber nachdenken, eventuell grinsen und sich anschließend die Frage stellen wie alt eigentlich ne Kuh wird. In diesem Sinne – Muuuh.

Bestanden! Der Sonne entgegen… Nochmal

I like you – Ich mag dich!

Oktober 14, 2007 von cheeses

Hab mir diese Woche mal ein paar Gedanken über Unternehmensslogans in den USA gemacht. Also z.B. wählte General Electric  den Slogan „Imagination at Work“ – oder wie ich es übersetze „Einbildung bei der Arbeit“. Findet das ausser mir noch jemand komisch? Wenn ja, bitte unbedingt kommentieren. Letzte Zeile diente eigentlich nur der Überleitung zu dem von mir erdachten Slogan. Der Slogan der nicht nur die Weltwirtschaft, nein, die ganze Welt verändern könnte! Bereit? Dann gut aufgepasst, hier kommt er – „I like you!“. Hammer, oder? Die Lösung lag so nah! Ich erlaube mir jedenfalls diese drei Worte meinem Lebensmotto überzuordnen. Im übrigen würde ich den Slogan auch meinem Arbeitgeber abtreten, natürlich abgewandelt in „We like you!“.

Naja, ich schweife schon wieder einmal ab. Das ganze diente eigentlich nur um mit meinem neuen Slogan meine Überschrift zu erklären, die wiederum zu Dingen passt die ich mag. Alles unklar? Na wunderbar.

Ich mag mein Auto! Und zwar endlich wieder zurück! Der gute Frankie M schraubt jetzt schon fast 5 Wochen daran rum, und der Nissan Altima geht mir sowas von auf die Walnüsse. Hab mal nachgerechnet. Gekauft wurde das gute Stück ja Anfang Juni. Dann war ich bis Ende Juli damit glücklich. Dann gings ne lange Zeit im August verdienterweise in Urlaub, nur um 2 Wochen nach Rückkehr meinen Unfall zu erleiden. Sprich bislang waren gute 2 Monate und ein bisschen was an Fahrspass drin. Und wenn Frankie M nicht bald Lack gibt, mach ich den Rest eben selber. Jeder der sich an mein erstes Auto erinnert weiss wie geschickt ich darin bin…

Ich mag ne AK47. Weil mit genau dieser habe ich letzten Sonntag gegen ein paar Papp-Menschen gekämpft. Ist hier kein Problem – zur Shooting Range fahren, Ausweis abgeben und rumschiessen. Das gute Stück hätte ich für $400 sofort mit nach Hause oder zur nächsten Bank nehmen können. Manchmal ist das schon ein witziges Land. Aja, die Pappmenschen haben übrigens überlebt.

Ich mag meine Wohnwand. Nachdem sich mein fränkischer Besuch ein bisschen über die Sterilität meiner Gipswände ausgelassen hat, habe ich mich kurzerhand dazu entschlossen ein bisschen Farbe reinzubringen bzw. drei Quadratmeter Photos ranzuknallen. War übrigens ganz einfach – rantackern und fertig. Dadurch dass hier wirklich alles aus Gips und Holz ist hält das sicher auch noch wenn ich schon lange wieder weg bin. Bringt mich zu meinem nächsten Punkt.

Ich mag meinen Ofen. Warum? Eigentlich nur weil er hervorragend geeignet ist kalte Dinge warm zu machen. Dank gasbefeuerten Heizplatten ist hier auch ordentlich Power drin. Sollte nun jemand bei kalten Dingen hauptsächlich an Essen denken – weit gefehlt. Dank oben genannten Gipsplatten entspricht die Innentemperatur auch immer der jeweiligen Aussentemperatur. Und da es im Oktober sogar anfängt auf Long Island kalt zu werden musste ich schnellstens eine Lösung finden. Insbesondere da das was ich bisher für die Heizung gehalten habe ohne Regler eingebaut ist. Schizophrenerweise hat der Hausmeister noch letzte Woche meine Klimaanlagen (ja, keine Heizung, aber 2 Klimageräte) gecheckt, ob diese auch genügend kühlen. Ey, des kann doch nicht euer Ernst sein?

Ich mag Tastenkürzel. Nur sie ermöglichen schnelles und effizientes Arbeiten. Und erst heute habe ich wieder eines gelernt welches so gut ist, dass ich dieses mit allen teilen möchte. Trommelwirbel – [STRG] + [+] – und alles wird größer im Internetexplorer. Geil, oder? Ich hab mich sowas von gefreut dass ich am liebsten ausgezogen und nackt ums Haus gelaufen wäre. Hab ich mir dann doch verkniffen, da es ja a) schon recht kalt ist, b) vielleicht noch ein paar Leute mit ner AK rumschiessen und c) ich zu faul zum anziehen (na, na?) war. Sollte jemand an der Seriösität des Blog’s zweifeln, Beschwerdeschreiben bitte an die Redaktion.

So, jetzt gehts erst mal zum King Kullen – Kühlschrank vollmachen. Und danach noch in den Keller – Waschmaschine vollmachen. Anbei übrigens Photos vom Zeitpunkt als mir mein Slogan eingefallen ist und von der Wand. Ich geb ja zu – hatte diesmal keine interessanteren Bilder und es soll ja ein Multimedia-Blog bleiben. Und nicht vergessen – I like you!

Wohnwand Genau da is mir der Slogan eingefallen - ehrlich!

Congratulations nach Groß-Klein-Wimpasing…

Oktober 2, 2007 von cheeses

… an alle standesamtlich Neuverheirateten! Diese Woche insbesondere an Helmut & Ramona!!! Gratuliere ganz herzlich von meiner Seite! Und weil ich mich so gefreut hab dass ihr mit der kirchlichen Hochzeit doch noch bis nächstes Jahr wartet bin ich auch wieder aus meinem Kürbis rausgekrochen. Soll einer sagen ich leide unter Vitaminmangel… :) Wollte das Ding danach sogar in den Mixer stecken um mir einen köstlichen Kürbis-Shake zu machen – ist aber vor allem an der Tatsache gescheitert dass ich gar keinen Mixer hab. Aber ich schweife ab – also Glückwunsch nochmal!

Auch noch erwähnenswert – der Erich und Bernhard sind Freitag Abend hier in der neuen Welt aufgeschlagen. Und damit befinden sich statistisch - Ohren auf – über 1% aller Denglinger in Amerika, besser gesagt in meiner Wohnung. Bei der Gelegenheit gleich mal viele Grüße in die Heimat.

Erich & Bernhard Mittendrin statt nur dabei 2get-her

Einmal Rupert und zurück…

September 20, 2007 von cheeses

Also ohne Auto ist man in Amerika wirklich aufgeschmissen. Damit meine ich nicht dass es umständlich ist, man “Unannehmlichkeiten” hat – nein, man ist mal richtig verloren. Der Deutsche denkt vielleicht “Ach, ist doch nicht so schlimm, nehm ich halt den Bus…” – ist aber gar nicht so leicht bei Fahrplänen die ohne Uhrzeiten auskommen und stattdessen lediglich den Hinweis “Fährt alle 30-60 Minuten” geben. Auch die drei Meilen zum Supermarkt können sich ohne Auto ganz schön ziehen. Nicht zu vergessen die Fussgängerampeln die IMMER, auch nach Drücken des Knopfes, rot zeigen sind da wenig hilfreich. Oder die Tatsache dass bei manchen Straßen einfach der Bordstein gestrichen wurde. All das belastet. Sollte man mir jetzt widersprechen und mich drauf hinweisen dass Laufen doch recht gesund sein soll, möchte ich doch nochmal auf den abenteuerlichen Fahrstil der meisten Verkehrsteilnehmer hier hinweisen. Dies, und die Tatsache dass mein nächster Besuch, der “Meier” quasi schon vor der Tür stand veranlasste mich im Dialog mit meinen Freunden von Allstate, der gegnerischen Autoversicherung (jawohl, gegnerisch!) zumindest einen Leihwagen zu organisieren. Nissan Altima heisst das Prachtstück. Findet hier jeder total geil. Selber kann ich das überhaupt nicht verstehen, kann auch nicht das sein was sich der gute Carl Benz unter einem Automobil vorgestellt hat. Wie auch immer, es fährt.

Und die Tatsache haben wir uns vergangenes Wochenende inkl. einem freien Montag zum Vorteil gemacht. Um uns auf unseren Roadtrip vorzubereiten, erholte Meierle sich von seiner Besichtigungstour NYC und meine Wenigkeit von der Arbeit, Freitag Abend zunächst im Nutty Irishman bei einer gepflogenen Unterhaltung. Recht früh kehrten wir nach Hause zurück, um am nächsten Morgen ausgeschlafen und völlig im Zeitplan gegen 1 Uhr Richtung Philadelphia aufzubrechen. Clever wie wir sind haben wir natürlich an Kartenmaterial gedacht. Auch das Navi wurde im Appartement noch vollständig geladen, da das Autoladegerät ja im Mustang (in der Werkstatt) liegt. Ich hoffe in den letzten beiden Sätzen ist der Sarkasmus zu erkennen. Nach 4 Stunden Fahrt haben wir wider Erwarten Philadelphia gefunden. Ist ja doch eine eher grosse Stadt. Dennoch kann man im Nachhinein nur sagen dass sich diese vor allem durch ihre Skyline auszeichnet.

Nach weiteren 4 Stunden haben wir bei Einbruch der Nacht Washington erreicht. Das hat uns eigentlich noch mehr überrascht da das GPS System inzwischen Totalausfall meldete und mein vorsorglicher DinA4 Kartenausdruck vom Nordamerikanischen Kontinent doch recht grob war, was die Straßenzeichnung betrifft. Zum Glück ist das Washington Monument so groß und beleuchtet dass es sogar nach einer LASIK bei Nacht zu finden ist. Da haben wir uns erst mal gefreut und staunend beobachtet wer sich hier alles eine Stretch-Limo leistet. Nachdem uns genau diese abgehängt hat (Schuld trägt der Altima) waren wir zunächst noch auf der Suche nach dem Weissen Haus, fanden aber nur ein Youth-Hostel, was letztendlich aber besser war da wir nun wussten wo wir die Nacht verbringen können. Als wir schliesslich gegen 10 Uhr unser Zimmer beziehen wollten und dabei erst ma das Licht anmachten hat uns ein älterer Herr (geschätzte 60) bzw. unser Zimmermitbewohner gleich ma wieder verscheucht. Da standen wir also, zwar mit Bett, aber noch nicht müde. Und für alle die sich der gleichen Illusion wie ich hingeben dass das Leben im Hostel so ist, wie im gleichnamigen Film die erste halbe Stunde, sei gesagt “Ne, is überhaupt nich!”. Dennoch ein spannendes Abenteuer welches auf der Mainstreet sein Ende fand. Sehr empfehlenswert übrigens, eine Strasse voller Clubs, Kneipen und einer Menge junger Leute. Anschliessend gabs ein Wiedersehen im Hostel. Viel Zeit zum Ausschlafen blieb uns übrigens nicht, da wir ja ein straffes Programm hatten. Machte uns aber auch gar nichts aus, was hauptsächlich an unserem Hostel lag. By the way – für 30$ die Nacht darf man sich auch gar nicht beschweren. Nach einem herzhaften Frühstück (Kostenpunkt 1$) gabs Kultur im Stechschritt. Washington hat hier wirklich viel zu bieten und um das alles abzuschöpfen bedarf es wohl einer kompletten Woche, will man alles gesehen haben. Oberflächlich betrachtet haben wir ja alles gesehen und Zeit blieb auch keine mehr, also gings weiter nach….

… Ocean City. Eine typische Touristenstadt für US Kurzurlauber die es nach New Jersey zieht. Herrlicher Strand, aber inzwischen doch schon recht frisches Wetter. Mehr war hier gar nicht los, darum auch ein kurzer Aufenthalt bevor wir unseren vorletzten Stop erreichten – Atlantic City. Spielern wird dieser Ort sicherlich etwas sagen, ist er doch berühmt für seine Kasinos die bereits lange Zeit vor Vegas ihre Tore offen hatten. Gleichzeitig muss man jedoch auch zugeben dass die Aufmachung nicht an die Plastikstadt in Nevada heranreicht. Hier wird ernsthaft gespielt, Touris aus der ganzen Welt trifft man nicht an. Es wird eher der Heimatmarkt angesprochen und auch die Preise beginnen erst bei 25$ pro Tisch, was uns dann doch zu happig war. Hier sind 100$ Verlust in einer Minute schon machbar. Unseren Spass hatten wir trotzdem und aufgegeben haben wir erst nachdem wir auch dem Hooters einen Besuch abgestattet haben. Auch konnte der Schlaf vom Vor-Vortag und Vortag nachgeholt werden, da wir uns diesmal ein komplettes Motelzimmer gönnten.

Am nächsten Morgen stand nicht mehr viel an – lediglich eine Stippvisite in “Pleasantville” – einer Stadt die ich auch nur aus dem Film kenne und die ausser ihrem Namen nichts zu bieten hat. Highlight war natürlich wieder mal der Verkehr in und um New York – jedesmal ein Erlebnis welches mich einige Stresshormone kostet. Inzwischen ist der Spass schon wieder vorbei – den Meier wieder nach Eckental geschickt da er sich da doch zu Hause fühlt. Hoffe dennoch es hat im gefallen, weil wie ich immer zu sagen pflege – “Wichtig ist dass der Gast sich wohlfühlt!”. Übrigens – für alle denen die Überschrift was sagt – ein Handtuch hatte ich natürlich mit. Die ganze Geschichte in Bildern wie immer im Album!

Einer flog übers Kuckucksnest…

September 13, 2007 von cheeses

Freitag, 7ter September, 5 Uhr – Feierabend. Noch schnell die Hemden in die Reinigung bringen. Wohnung hab ich ja schon gestern aufgeräumt. Dem Wochenende steht nichts mehr entgegen. Noch schnell shoppen gehen. Feierabend- bzw. Wochenendverkehr ist mal wieder mehr als krass. Steh schon fast ne Minute an der Auffahrt zum Highway. What the fuck? Es kracht, ringe mit der Luft, Zwerchfell ist wohl geprellt. Es scheppert nochmal, diesmal in der Eisdiele hinter mir.

Also, was war eigentlich? Während ich noch auf dem Parkplatz am Warten war in den fliessenden Verkehr zurückzukehren, trifft mich ein anderes Fahrzeug. Habs noch aus den Augenwinkeln wahrgenommen. Da es weder von der Strasse, noch vom Parkplatz auf mich zugehalten hat wars doch ein wenig überraschend. Direkt vom Highway, über den Rasen. Und nach dem Mustang war noch die Eisdiele hinter mir dran. Laut Aussage des anderen Fahrers hätte ein unbekanntes drittes Fahrzeug diesen vom Highway abgedrängt. Meiner Theorie nach is der ältere Herr einfach eingeschlafen, beim ersten Zusammenstoss aufgewacht und erschrocken und dadurch auch noch mit einer starken Rechtskurve in die Eisdiele. Der hochmotivierte Polizist hat das ganze dann aus dem Streifenwagen heraus aufnehmen können – also ohne Aussteigen, ohne Fotos, ohne ausmessen, ohne was auch immer. Mein kleines Auto sieht jetzt aus wie Schrott – lässt sich aber wohl wieder reparieren. Des war des gute an der ganzen Sache – nur Blechschaden. Sicher, der ein oder andere war vielleicht erschrocken oder durchgeschüttelt – aber noch in einem Stück. Hätte ganz anders ausgehen können. Insbesondere auch für die Kinder die normalerweise immer vor der Eisdiele spielen.

Jetzt plage ich mich mit der Versicherung ab und fahr Nissan Altima. Der Unfallverursacher ist übrigens deutscher (Bremen) Abstammung. Und wollte mir danach ein Eis spendieren. Eigentlich war er ganz in Ordnung. Bilder natürlich im Webalbum.

Crash Boom Bang

New York, mein Hut und ich…

September 4, 2007 von cheeses

So, um die Wartezeit auf den Reisebericht Kalifornien zu verkürzen – falls überhaupt irgendwer darauf warten sollte :) – die Meldung zum Wochenende, welches hier ganze 3 Tage gedauert hat, da es um den Feiertag „Labor Day“ verlängert wurde.
Man will seinem Besuch ja ein bisschen was zeigen und darum planten wir für die Tage ganz klassisches New Yorker Touristenprogramm. Los ging’s erst mal mit ner Bootsrundfahrt auf dem Hudsonriver. Man ist also zwischen Manhattan und New Jersey gefangen. Von da aus sehen beide Bezirke übrigens gar nicht so schlecht aus. Gleichzeitig kann man sein Auge mit Blick auf die französisch definierte Freiheit erfreuen. Auf Liberty Island steht die grosse Frau in Grün – der Farbton hat mich übrigens an ein gewisses Petrolgrün einer gewissen Firma erinnert. Ein paar Werbebanner von der Fackel bis zu den Sandalen und unser Marketing könnte richtig in die Hände klatschen. Danach gings vom Wasser in höhere Sphären. Rauf auf das Empire State Building. Inzwischen traurigerweise ja wieder das höchste Gebäude New Yorks. Vor den gut 440 Metern kriegt man schon Respekt wenn man bedenkt dass diese bereits 1931 hochgezogen waren. Allerdings ging genannter Respekt im Laufe des Anstehens wieder verloren. Gute 2 Stunden verbrachten wir in der Schlange, wurden dafür aber mit einem herrlichen Blick über die City entlohnt.
Sonntag standen die „Hampton Classic“ auf dem Programm – Turnier- und Sprungreiten auf gehobenem Niveau. Das Preisgeld lag bei schlappen $ 150.000. Montag, Labor Day, zurück nach Manhattan – diesmal Downtown, Financial District und „Begehung der Freiheitsstatue“. Letzteres wurde allerdings spontan gestrichen als ich bemerkte dass die Schlange hierfür gute 5 Stunden lang war. Bilder von meinem Hut, den Schlangen, dem Rest natürlich schon online.

Calgary exzessiv – „NO, YOU ARE AWESOME!“

August 29, 2007 von cheeses

Mittwoch, 1. August, 16 Uhr. Das per Kreditkarte im Voraus bezahlte Flughafenshuttle ist pünktlich, der Fahrer unrasiert. Ich startklar, mein Trolley an der Hand und bereits in Urlaubsstimmung. Nach dem Einsteigen fällt mir ein kleiner Aufkleber auf der Windschutzscheibe auf. „Dem Barkeeper geben Sie bis zu 40% Trinkgeld, wieviel geben Sie mir?“. An das Bezahlen mit Kreditkarten schnell gewöhnt ist Bargeld natürlich vergessen worden. Ein bisschen was findet sich noch in der Tasche. Bewahre bis zur Ankunft Haltung. Danach lernte ich wieder ein bisschen Slang.

Vom Flughafen La Guardia New York gings über Toronto nach Calgary. Meine beiden deutschen Freunde und Kanadaurlauber Hannes und Lance erwarteten mich zusammen mit unserer kanadischen Hostess Mikkie bereits am Ausgang. Die erste Nacht verbrachten dann 2/3 der Deutschen im Wintergarten, der Rest fand einen Platz im Keller. Ausgeschlafen gings zunächst auf die Spuren von T-Rex und seinen Dino-Kumpels. Auffällig war an manchen Stellen die Ähnlichkeit zum Menschen, wobei ich denke etwas von der Linie der kleinen Viechern zu haben. Die die so entspannt auf zwei Beinen laufen, grün sind und so schön zirpen – ich bitte diesen Satz zu kommentieren. Abends haben wir dann im Club „Roadhouse“ gefeiert dass die ganzen grossen Echsen ausgestorben sind und wir viel besser aussehen. Als wir plötzlich aufwachten lachte die Sonne bereits in unser Gesicht und wir schnappten uns die Angelruten um uns mit dem Pick-Up 1 Stunde Richtung Fluss zu bewegen. Anfänger wie wir sind wollten wir das ganze in Turnschuhen bewältigen. Klappt natürlich ma überhaupt nicht und so sprangen wir kurzerhand barfuss im Fluss rum. Was gar nicht so einfach ist wenn man rausfindet dass glitschige Steine mit Strömung kombiniert gar nicht so viel Halt geben wie man meinen könnte. Wir waren von Anfang an zum Scheitern verurteilt und die Fische haben sich höchstens totgelacht – gefangen wurde von uns keiner. Trotzdem gutgelaunt (was vor allem daran lag dass kein Fuss gebrochen war) machten wir uns auf zur Party in der „Shack“ oder wie ich es in meiner B52 (ja, tatsächlich die Band) Euphorie nannte „Love-Shack“. Am Lagerfeuer gings munter weiter, es wurde gelacht, erzählt, gepokert, gewonnen, verloren, getrunken, gesungen, gelacht und gespielt. Das einzige was den Abend bzw. die Deutschen nicht überstanden hat war eine 20 Jahre alte Reifenschaukel. Toll gemacht.

Am nächsten Tag gings dann richtig los. Camping im Busch. Drei Autostunden von Calgary entfernt, mitten im Nirgendwo. Da gabs tatsächlich nur Wald. Und zwar richtig viel. Der nächste der mir was vom Regenwald vorheult wird nach Calgary geschickt. Nein, ich mach ja nur Spass. Wär mir viel zu teuer. Nein, wirklich, immer noch Spass. Was ich mit all den Worten eigentlich ausdrücken wollte – Wald. So weit das Auge reicht. Wald. Und irgendwo darin versteckt 8 Iglu-Zelte. Sehen konnte man diese nicht, da könnte sich die Bundeswehr ne Scheibe von abschneiden. Aber hören! Nicht die Zelte, aber die Jungs und Mädels die selbige aufbauten. Also, 3 Tage lang im Wald, ein paar Zelte, Pick-Up Trucks, ein ganzer Haufen lustiger und liebenswerter Kanadier und 3 Deutsche. Mehr gibts dazu nicht zu schreiben… Tagsüber gings zum Wakeboarden. Eine Sportart die ich neu für mich entdeckt habe. Toller Hecht wie ich bin musst ich’s natürlich ausprobieren. Und hat auch gleich beim ersten Mal geklappt. Kein Ding, sofort gestanden. Umgeschmissen. Nicht so schlimm, war ja das erste Mal. Aber dann – ungefähr 8 Mal in Folge vom Start weg abgesoffen. Und Wasser geschluckt. Ich wäre wirklich in Rage gewesen wenn ich noch etwas Power gehabt hätte. Aber man will ja nich aufgeben. Und irgendwann, beim zehnten Anlauf hatte ich den Bogen raus und es hat geklappt. Wunderbar. Wirklich völlig ausgezehrt bin ich wieder aufs Boot „gekrabbelt“, meine Finger angezogen und verkrampft durch die Belastung die ich bei den falschen „abgesoffenen“ Starts verursacht habe. Und gezittert da ich erst jetzt die kanadische Kälte verstanden habe. Aber auch das ein Mega-Spass. Und irgendwo auf You-Tube kursiert das Video von dem Deutschen der in Kanada auf dem Crimson Lake beim Wakeboarden ständig absäuft.

Und nun für alle Freunde der Stochastik – wie wahrscheinlich ist es dass auf dem der Wildnis nächsten Highway unser Auto Servoflüssigkeit verliert, nen Motorschaden erleidet und nach nur 5 Minuten ein holländischer Mechaniker vorbeikommt der das ganze gratis in ner Stunde in seiner Garage wieder repariert? Gleich vorweg, ich kenne die Antwort nicht, aber grade bei unserer Heimfahrt war die Wahrscheinlichkeit wohl am grössten. Ein Hoch auf Raul, dem Mann der nicht nur hobbymässig Motorräder aufpimpt, sondern auch da geholfen hat als die drei Deutschen Pseudomechaniker ahnungslos um Mikkies Auto standen. Danke Raul!

Wieder zuhause folge noch ein bisschen Sightseeing im Harley-Davidson Laden, im Army-Laden bevor wir noch ein bisschen mit den heimischen Gewehren spielen durften. Ja, da schlägt jedes Feldjägerherz höher. Viel zu schnell kam dann der letzte Abend den wir im Club „Back Alley“ verbrachten. Auch hierüber gibts viel zu erzählen, aber nix zu schreiben. Und schon am nächsten Tag war der Spass mit meinem Flug nach Vancouver vorbei. Abschliessend lässt sich sagen dass Kanada jede Reise wert ist. Ein grossartiges Land mit grossartigen Leuten die uns eine grossartige Zeit erlaubten. Daher nochmals ein herzliches Dankeschön an unsere komplette Gastfamilie und Grüsse an alle Beteiligten. Ich persönlich freue mich auf ein geplantes Wiedersehen in New York oder eben auf das nächste Mal. Soviel zum Reisebericht Calgary.